60. Rhein-Main Journalisten-Stammtisch

„Themen statt Terminen: Was bei der FNP seit 13. Juni 2017 anders ist.“


Marco Maier FFH | Rhein-Main Journalisten-Stammtisch

Die 70 Teilnehmer des 60. Rhein-Main Journalisten-Stammtisches zählten zu den ersten externen Gästen, die den neu eingerichteten Newsroom der Frankfurter Neuen Presse (FNP) besuchen durften. Oliver Rohloff, Geschäftsführer der neu gegründeten Mediengruppe Frankfurt, und Joachim Braun, Chefredakteur der FNP, hatten gemeinsam den Journalisten-Stammtisch eingeladen und stellten sich im Interview den Fragen von Stammtisch-Initiator Steffen Ball.

Mit der Umstrukturierung der Redaktion zu einem Newsroom möchte Joachim Braun ein neues Organisations-Konzept realisieren; das Konstrukt termingetrieben Tageszeitung hält er für inzwischen überholt. Er will Inhalte erarbeiten, die nicht an der Oberfläche kratzen, sondern Geschichten erzählen, die auch Hintergründe und Details beleuchten. Der inhaltliche Fokus der Zeitung liegt zukünftig auf der Qualität der Berichte und nicht auf der Terminbesetzung. Brauns Überzeugung nach hat das Modell des Reporters als „Alleskönner“ ausgedient; Ziel müsse es vielmehr sein, die einzelnen Autoren als Eigenmarken aufzubauen.

Oliver Rohloff erläuterte, wie im Zuge der Umgestaltung der FNP auch die Frankfurter Societät GmbH ein neues Gesicht bekommen hat. Unter dem Dach der Medien Gruppe Frankfurt etabliert er ein Konzept des Dreiklangs. Dazu gehört seinen Ausführungen zufolge zum einen der Ausbau der journalistischen Kompetenz, welche das Fundament der Gruppe bildet. Zum anderen sieht er in der Digitalisierung in allen Bereichen einen wichtigen Pfeiler seines Konzepts. Als dritte Säule dient die Diversifizierung. Diese beinhaltet unter anderem den Ausbau einer Digitalagentur, die Ausrichtung von Messen und die eigene Unternehmenskommunikation.

Generell wollen Joachim Braun und Oliver Rohloff die Kommunikation der Reporter untereinander verbessern und das Blatt zu einer themenfokussierten Zeitung ausbauen. Beide sind überzeugt, dass mit der Etablierung des Newsrooms diese Ziele zu erreichen sind.

Wir sind gespannt, was von den Herren noch kommt, deren Motto es ist: „Man muss Dinge auch einfach mal machen“. Dank dieser Einstellung werden wir bestimmt weiter von ihnen hören und lesen – und freuen uns darauf.