79. Rhein-Main Journalisten-Stammtisch

„Es braucht die Medien unbedingt“ Ferdinand Huhle, Bereichsleiter Konzernkommunikation und Public Affairs der Mainova AG, zu Gast bei unserem „Small Talk in der Gerüchteküche“

Presse und Unternehmenskommunikation, zwei Seiten mit vielen Gemeinsamkeiten. Über das gegenseitige Werteverhältnis sprach Ferdinand Huhle, Bereichsleiter Konzernkommunikation und Public Affairs der Mainova AG, beim


79. Rhein-Main Journalisten-Stammtisch. Ihre Gäste empfingen Kommunikator Ferdinand Huhle und Moderator Dominik Kuhn im „Cube“, dem neuen Bürokomplex mit modernem Flair in der Solmsstraße 20, in dem unter anderem der Newsroom der Mainova-Kommunikatoren untergebracht ist.

In seinem 300-Sekunden-Statement machte Ferdinand Huhle zu Beginn klar, dass die „freie Presse eine wichtige Säule unserer Demokratie“ ist. Die Relevanz einer Nachricht sei die Gemeinsamkeit von Journalismus und Unternehmenskommunikation. „Journalistinnen und Journalisten selektieren Themen, stellen diese objektiv dar, ordnen Sachverhalte kritisch ein und schaffen Transparenz. Auch wir erfüllen eine journalistische Aufgabe, indem wir unsere Informationen aufbereitet zur Verfügung stellen. Da die Redaktionen immer ausgedünnter werden, Journalistinnen und Journalisten vielfältigere Themengebiete bearbeiten und die Geschwindigkeit der Veröffentlichung zugenommen hat, ist unsere Arbeit unter journalistischen Gesichtspunkten ein Mehrwert für die Medienschaffenden“, stellt Huhle fest.

Für Huhle im Journalismus besonders entscheidend: Medien verleihen Themen ihre Glaubwürdigkeit. Dazu gehört auch tiefgehende Recherche. „Was stresst Dich, wenn eine Journalistin oder ein Journalist anruft?“, fragte Ballcom-Geschäftsführer Dominik Kuhn. Huhle schmunzelt: „Zeit spielt immer eine Rolle. Und diese brauchen wir häufig, um die Expertise unserer Fachabteilungen einzubinden. Wir müssen Informationen verifizieren, denn wir sind – ähnlich wie in den Redaktionen – keine Fachexperten in den einzelnen Gebieten, über die wir berichten. Was wir herausgeben, muss stimmen.“

Und der Unterschied zwischen Presse und Unternehmenskommunikation? „Ganz klar, wir sind keine freien Journalisten und arbeiten auch nicht investigativ - wir machen Auftragskommunikation“, sagt Huhle. „Es gibt Themen, bei denen die Kommunikation zurückhaltender ist; es gibt aber auch negative Themen, wie bspw. Störungen, die wir schnell und aktiv kommunizieren.“

Immer wieder besucht der seit 2004 von Ballcom organisierte Journalisten-Stammtisch neue und besondere Orte in FrankfurtRheinMain, um zu Netzwerken, zu Diskutieren. Thomas Kögler, Abteilungsleiter der Unternehmenskommunikation der Mainova AG, stellte im Anschluss an die Diskussion den neuen Newsroom vor, den das Mainova-Team erst wenige Tage vor dem Journalisten-Stammtisch bezogen hat – und noch bezieht. „Wir organisieren unsere Kommunikation über ein digital gestütztes Themenmanagement mit Kanalplanung und Themenspeicher. Gleichzeitig beobachten wir die Medien, messen Resonanz in Echtzeit“, berichtete er. Der Blick auf eines der Boards am Abend zeigt: Der Anteil der Printberichterstattungen liegt im betrachteten Fall bei nur acht Prozent, 60 Prozent sind Online-Medien, 22 Prozent macht Social Media aus – um einzuordnen, dass dies eine quantitative Auswertung ist.

Ballcom bedankt sich bei der Mainova AG, Ferdinand Huhle und seinem Team sowie den Partnern des Rhein-Main Journalisten-Stammtisches, der Fraport AG sowie dem Kempinski Hotel Frankfurt, in dem die Veranstaltungsreihe in der Regel stattfindet.