63. Rhein-Main Journalisten-Stammtisch

„Jetzt arbeiten wir ungefähr 60 Tage gemeinsam und es fühlt sich echt gut an.“


Marco Maier FFH | Rhein-Main Journalisten-Stammtisch

Etwa anderthalb Jahre hat der Umbau beim hr im „Programmbereich Hesseninformation“ gedauert – jetzt arbeiten im neuen „Open Space“ Redaktion und Produktion eng zusammen. Der hr hat den über 30 Journalisten beim 63. Rhein-Main Journalisten-Stammtisch einen exklusiven Einblick in den neuen Bereich gegeben und Fernsehdirektorin Gabriele Holzner sowie Programmbereichsleiter Jörg Rheinländer haben sich den kritischen Fragen von Steffen Ball gestellt. Beim traditionellen 300-Sekunden-Statement hat Rheinländer eine erste Bilanz gezogen: „Hörfunk und Fernsehen haben 23.342 Tage getrennt gearbeitet. Fernsehen, Hörfunk und Online haben etwa 8.000 Tage getrennt gearbeitet. Jetzt arbeiten wir ungefähr 60 Tage gemeinsam und es fühlt sich echt gut an. Das sagen auch viele Kollegen. Aber sie merken schon, da ist noch eine Menge Arbeit zu tun.“ Mit dem neuen Konzept möchte der hr auch nach wie vor seinen Hörern und Zuschauern das Wichtigste aus Hessen liefern. Doch das große Ziel ist es, eigene Themen zu setzen – und das gerade durch diese neue Form des Zusammenarbeitens. Beim Umbauprozess war laut Rheinländer eine große Herausforderung, die verschiedenen Arbeitsweisen im Hause zusammenzubringen und auch die Kultur der Führungskräfte zu verändern. So werde dem Team jetzt mehr Verantwortung zugeschrieben. Die Chefs kontrollierten nicht mehr ständig, das agile Arbeiten im Open Space stehe jetzt im Vordergrund. Darunter leide laut Holzner die Qualität ganz und gar nicht, denn jeder habe für sich im Sinn, das bestmögliche Produkt abzuliefern. Darüber hinaus achteten die Kollegen im Team mehr aufeinander, sodass die Qualität sichergestellt sei. Mit dieser Führungsweise setzten Holzner und Rheinländer zwar die Kriterien für die Qualität, ließen aber den Kollegen freie Hand in der Ausführung. Wir sind gespannt, wie sich diese neue Zusammenarbeit und Führungsweise beim hr künftig entwickeln wird und ob andere Redaktionen sich an dieser Umstrukturierung ein Beispiel nehmen und nachrücken werden. ​