56. Rhein-Main Journalisten-Stammtisch

„Weg vom alten Image, hin zu einem jüngeren Publikum.“ Wolfgang Jeck, Leiter von „hessenschau.de“.


Kai Pfaffenbach Rhein-Main Journalisten-Stammtisch

Der 56. Rhein-Main Journalisten-Stammtisch befasste sich mit dem Relaunch von „hessenschau.de“ und welche Veränderungen die Neugestaltung mit sich brachte. Referent Wolfgang Jeck, Leiter von „hessenschau.de“, erklärte während seines 300-Sekunden-Statements, warum gleich zwei Kanäle des öffentlich-rechtlichen Senders unter einer Marke gebündelt wurden.

„Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die hessenschau denken?“ Diese Frage hat der hr im Jahr 2013 den Hessen gestellt. Heraus kam ein relativ klares Bild. Die hessenschau stünde vor allem für eins: zuverlässige und glaubhafte Informationen aus Hessen. Was sie aber dringend benötigte, war eine Imagekorrektur. Weg von Blasmusik und Trachtenvereinen, hin zu einem jüngeren Publikum, das sich vorrangig im Internet informiert. Dass der bisherige Internetauftritt von hr-online nicht die Lösung war, lag zum größten Teil an der veralteten Technik und dem eingerosteten Redaktionssystem.

Es bestand also an zwei Stellen Handlungsbedarf. Was lag näher, als das gemeinsam zu bearbeiten? Nach fast 20 Jahren wurde das bisherige Angebot „hr-online.de“ unter der bekanntesten Marke des öffentlich-rechtlichen Senders gebündelt und heißt nun „hessenschau.de“. Klar strukturiert, übersichtlich und schnell geladene Inhalte. Das mache die neue Aufmachung von „hessenschau.de“ jetzt aus. Durch den Relaunch erhofft sich der Hessische Rundfunk einen Imagetransfer von der Fernsehsendung zum Internetangebot. Besonders wichtig sei es, dass das Angebot auf allen Geräten optimal funktioniert. Egal ob auf dem Notebook, dem Tablet oder dem Smartphone. So könne man jüngere Generationen besser erreichen.

Der inhaltliche Fokus sei nach wie vor derselbe, stellte Jeck klar. Berichtet wird aus Hessen, für Hessen. Allerdings müsse man weiterhin an der Aufarbeitung und Darstellung der Themen arbeiten. Neue Formate und Darstellungsformen müssen her, um auch die jungen Nutzer ansprechen zu können. Die Frage, die hier immer eine Rolle spielt, ist nicht, was die Journalisten interessiert, sondern was ist für die Nutzer interessant? So definiert der hr seinen Auftrag einen frischeren Wind in seinen Online-Auftritt zu bringen und somit auch jüngere Generationen zu erreichen.